Schwerpunkte Intensivrehabilitation


Ärztliche Leitung

CÄ Dr. med. Karla Kunze

Fachärztin für Innere Medizin Nephrologie und Rehabilitationswesen


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Informationen für Dialysepatienten
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Zentrum für Dialysetherapie und -entwöhnung

Eine akute Nierenschädigung kann als Auswirkung einer schweren Erkrankung z. B. Sepsis (Blutvergiftung) oder als Folge der intensivmedizinischen Behandlung auftreten. Dies erfordert mehrmals wöchentlich eine langdauernde Dialysetherapie (Blutwäsche), damit eine Vergiftung des Körpers vermieden wird. 

Um eine lebenslange Abhängigkeit von der Dialysetherapie (chronische Nierenschädigung) und die damit verbundene permanente Einschränkung in Ihrem täglichen Leben zu vermeiden, ist es unser Ziel, Sie von der Dialysetherapie zu entwöhnen. Regelmäßig gelingt uns das bei einem von vier Intensivpatienten durch einen individuell auf Sie abgestimmten und engmaschig kontrollierten Behandlungsplan.

Die Entwöhnung der Dialyse wirkt sich darüber hinaus sehr positiv auf die Beatmungsentwöhnung aus.

 

Im Zusammenhang mit einer Intensivtherapie bei schweren Krankheitsbildern mit Multiorganversagen manifestiert sich neben einer Beeinträchtigung der Atmung bei vielen Patienten auch eine Einschränkung der Nierenfunktion. Die Behandlung dieser schwerstbetroffenen Patienten erfordert ein nephrologisch spezialisiertes und gleichzeitig interdisziplinäres Behandlungskonzept, in welches die Nierenersatztherapie optimal integriert wird.

 

Durch die klinikinterne Funktionsabteilung Nephrologie/Dialyse können in der Klinik Bavaria Kreischa Hämodialysebehandlungen bettseitig oder in speziellen Dialysebehandlungsräumen durchgeführt werden. Das Team aus nephrologisch erfahrenen Ärzten, Schwestern und Pflegern ist auf die Betreuung dieser Patientenklientelen spezialisiert. Entsprechend individuell strukturierter Behandlungspläne kann die Nierenersatztherapie an aktuelle Krankheitsverläufe und Begleiterkrankungen der jeweiligen Patienten angepasst werden. 

Dabei steht die Restitution der Nierenfunktion mit dem Ziel einer vollständigen Entwöhnung von der Nierenersatztherapie im Vordergrund. Diese gelingt bei ca. 25 % der von uns betreuten Patienten. Bei fortbestehender Nireninsuffizienz mit Dialysepflicht steht neben der Anlage eines definitiven Dialysezuganges und der individuellen Anpassung des Dialyseregimes die Prävention dialyseassoziierter Komplikationen im Vordergrund. Im Übergang in nachfolgende Rehabilitationsphasen werden Schulungsinhalte zum „Leben mit der Dialyse“ vermittelt und trainiert. Die Fähigkeit zu einem trotz bestehender Dialyseabhängigkeit weitgehend selbstbestimmten Leben mit höchstmöglicher Lebensqualität ist das oberste Ziel aller am Rehabilitationsprozess beteiligten Ärzte, 

Pfleger und Therapeuten.

 

Darüber hinaus werden Patienten nach Nierentransplantation hinsichtlich der immunsuppressiven Therapie und möglicher Komplikationen nach Organtransplantation durch das Team der Abteilung Nephrologie/Dialyse kompetent betreut. 

Nach Abschluss der operativen Versorgung und anschließender Krankenhausbehandlung ist der nahtlose Übergang in eine breit gefächerte, nephrologisch fundierte und ganzheitliche Rehabilitationsmaßnahme garantiert. In enger Zusammenarbeit mit den transplantierenden Zentren ist die Verbesserung der Lebensqualität auf dem Boden einer stabilen Transplantatfunktion sowie die soziale und ggf. spätere berufliche Reintegration der Betroffenen das oberste Rehabilitationsziel.