Untenstehend haben wir Ihnen eine Auswahl häufiger Fragen in Bezug auf die Intensiv-Reha zusammengestellt.

 

Sollten Sie weitere Informationen - über diese Website hinaus - benötigen, stehen wir Ihnen unter den genannten Kontaktdaten sehr gern zur Verfügung.


Allgemeine Fragen

Der behandelnde Arzt im Krankenhaus möchte meinen beatmeten Angehörigen in eine Intensiv-Pflege-Einrichtung verlegen? Was ist der Unterschied zur Intensiv-Reha?

Intensiv-Pflege heißt ...

- Pflege des bestehenden Zustands und Vermeidung erneuter Erkrankungen, kein Beatmungsentwöhnungsversuch o. ä.

- oftmals Unterbringung in sogenannten Wohngemeinschaften mit anderen Betroffenen

- der Betroffene führt ein Leben in Abhängigkeit von Medizintechnik und pflegerischer Versorgung

- in vielen Fällen entstehen für den Betroffenen bzw. seine Angehörigen hohe Kosten (z. B. Miete, Nebenkosten,
   Zimmerreinigung, Wäscherei, Verpflegung) - die Krankenkasse bzw. die Pflegekasse übernehmen nur einen Teil der anfallenden 

   finanziellen Belastungen

 

Intensiv-Reha bedeutet ...

+ Chance auf Verbesserung des Gesundheitszustands durch medizinisch-therapeutische hochanspruchsvolle
    Behandlungskonzepte zur Entwöhnung von der maschinellen Abhängigkeit inkl. Trachealkanüle

+ intensivmedizinische Ausstattung in unseren Ein- oder Mehrbettzimmern (maximal drei Patienten) zur umfassenden
    und spezialisierten Versorgung mit einzigartiger Aussicht in den Park der KLINIK BAVARIA bzw. Kreischas Landschaft

+ Möglichkeit auf Unabhängigkeit und Selbstbestimmtheit durch Chance auf der Entwöhnung von Medizintechnik

+ Kosten der Versorgung und der Unterbringung inkl. aller medizinisch-therapeutisch und pflegerischen Leistungen werden
    komplett von dem Leistungsträger übernommen, ausschließlich die gesetzlich festgeschriebene Zuzahlung für maximal 28 Tage

    à 10,00 EUR Tagessatz pro Kalenderjahr


Bezahlt meine Krankenkasse die Behandlung in der Intensiv-Reha?

Ja, die Kosten werden nach Vorgabe der gesetzlichen Regelungen komplett übernommen. Ausnahme bildet hier lediglich die gesetzlich festgeschriebene Zuzahlung für maximal 28 Tage à 10,00 EUR Tagessatz pro Kalenderjahr.

In bestimmten Phasen der Intensiv-Reha (§ 40 SGB V) muss zunächst ein Antrag auf Kostenübernahme im Vorfeld der Behandlung an die Krankenkasse gestellt werden. Für dieses Antragsverfahren können Sie sich gern an uns wenden.


Der behandelnde Arzt im Krankenhaus sagte mir z. B., dass Kreischa keine Aufnahmekapazitäten hätte und auf die Behandlung meiner Erkrankung nicht spezialisiert wäre oder, dass die Krankenkasse eine andere Klinik empfiehlt. Ist das richtig?

Unsere Antwort darauf ist: Wir haben immer Kapazitäten für Sie frei. Lassen Sie sich von weiteren Argumenten nicht von einer Verlegung in die Intensiv-Reha der KLINIK BAVARIA Kreischa abbringen, wenn wir Sie mit den vorangegangenen Seiten mit unserem Leistungsspektrum überzeugt haben und auch Sie die Chance für Ihren Angehörigen nutzen wollen.

Rufen Sie uns gern an, wenn Sie der Meinung sind, Kreischa ist die beste Einrichtung für Ihren Angehörigen - wir geben Ihnen gern Auskunft zu unseren freien Kapazitäten, Behandlungsmöglichkeiten und geben Ihnen Empfehlungen für die Durchsetzung Ihrer Rechte.

 


Können die Begleiterkrankungen meines Angehörigen, die ggf. vor dem schweren Ereignis bestanden, mit behandelt werden?

Für die Erreichung unserer Therapieziele ist eine ganzheitliche Betrachtung und Behandlung unserer Patienten unabdingbar. Mit Hilfe unserer medizinisch-therapeutischen Expertenteams unterschiedlichster Fachbereiche und Professionen können wir ein breites Spektrum medizinischer und rehabilitativer Leistungen anbieten. Weitere Informationen zu unseren Kompetenzzentren und fachärztlichen Betreuungsangeboten finden Sie hier.


Wie sind die Besuchszeiten für Angehörige während der Intensiv-Rehabilitation? Welche Dinge sollte ich als Angehöriger darüber hinaus beachten?

Besuche durch Angehörige bei Intensiv-Reha-Patienten sind täglich von 15:00 - 18:00 Uhr möglich. Außerhalb dieser Zeiten bedarf es einer vorherigen Abstimmung. 

 

Die Anzahl der Besucher am Patientenbett ist auf zwei Personen begrenzt. Sollten Sie Säuglinge oder Kleinkinder mitbringen, kontaktieren Sie bitte vorher einen Mitarbeiter der Station. 

 

Für eventuelle Wartezeiten, die durch ärztliche oder pflegerische Maßnahmen bei Ihrem Angehörigen oder seinem Mitpatienten entstehen können, bitten wir Sie um Ihr Verständnis. 

 

Weitere Informationen finden Sie auch in unserem Informationsblatt für Angehörige: 

Download
Information für Angehörige in der Intensiv-Rehabilitation
Faltblatt Angehörigeninfo FKH 2018_D.pd
Adobe Acrobat Dokument 1.5 MB

Fachbereich Dialyse

Im Rahmen einer erforderlichen Behandlung auf einer Intensivstation wurde ich bzw. mein Angehöriger dialysepflichtig. Unter welchen Voraussetzungen ist ein Verzicht auf die Fortsetzung der Dialysetherapie medizinisch erfolgversprechend?

Laut Literaturrecherchen entwickeln bis zu 39 % der Patienten, die aufgrund eines komplikationsbehafteten Krankheitsverlaufes auf einer Intensivtherapiestation behandelt werden müssen, ein akutes Nierenversagen. Ca. 5 % dieser Patienten benötigen eine Nierenersatztherapie.

 

Trotz eines meist mehrmonatigen Aufenthaltes auf einer Intensivstation gelingt es bei 25 - 30 % dieser Patienten durch eine sorgfältige Führung des Flüssigkeitshaushaltes und unter engmaschiger Kontrolle der Nierenfunktionsparameter die Funktion der Eigennieren wieder so weit zu stabilisieren, dass auf eine Nierenersatztherapie verzichtet werden kann. Bei der Beurteilung der Restfunktion der eigenen Nieren muss neben der Urinmenge auch die Entgiftungsfunktion der Nieren betrachtet werden. Diese wird anhand der sogenannten „Nierenwerte“ eingeschätzt. Eine ausreichende Erholung der Nierenfunktionen setzt jedoch voraus, dass vor der akuten Erkrankung keine wesentliche Vorschädigung der Nieren etwa aufgrund eines langjährigen Diabetes, eines Bluthochdruckes oder sonstiger nierenschädigender Faktoren vorgelegen hat.

Im Fall einer chronischen Nierenschädigung schlagen wir Ihnen vor, sich mit Ihren ambulant betreuenden Nierenärzten nochmals in Verbindung zu setzen, um Ihre eigenen Befunde zu besprechen und Ihnen die Einsicht in die erforderliche Hämodialysetherapie oder ggf. alternativ mögliche Verfahren der Nierenersatztherapie zu erleichtern.